Pressestimmen"Mit
psychologischem Gespür für Grenzsituationen und einer feinfühligen, nuancenreichen
Sprache schildert Sigfrid Gauch die in seinem Roman gegeneinander geschnittenen,
verschiedenartigsten Milieus. Dabei sorgen dramaturgisch gut gebaute, temporeiche Dialoge
nicht nur für Spannung, sondern wirken in ihrer Genauigkeit und dem Gespür für
Zwischentöne geradezu seismografisch für die psychische Verfassung der jeweiligen
Protagonisten.
Gauch spürt die kritischen Stellen auf, wo sich die Schichten reiben: er geht in den
Pausenhof und ins Lehrerzimmer, in die Sprechzimmer der Psychologen und die Studierzimmer
der Philosophen, er beschreibt scheinbar fast emotionslos, wie Lehrer und Schüler, Penner
und Psychologen, Liebende und (sich irgendwann auch) Hassende miteinander sprechen oder
aneinander vorbeireden.Die Tagebuch-Sequenzen einer Sucht-Gefährdeten aus gutem Haus tun
ein Übriges, die Disparatheit einer an sich selbst irre gewordenen Gesellschaft
aufzuzeigen.