| Gauchs Leistung
besteht indessen darin, dass er nicht vor jenem Nazi-Monster
erstarrt, als das sein durch den Eichmann-Prozess kompromittierter
Vater der Nachwelt erscheinen musste. Da dieser sich ihm vor
allem als Mensch mit durchschaubaren Schwächen, zugleich als
fürsorglicher Vater vermittelt hat, vermag er ihn auch nicht
allein mit den Augen des Staatsanwaltes zu sehen. Er sucht
vielmehr, die Wege nachzugehen und die Motive zu erforschen,
die jenen aus der rheinischen Provinz bis in die Berliner
Zentrale der Reichsführung SS geführt haben."
Michael Schneider: Den Kopf verkehrt aufgesetzt
oder Die melancholische Linke Aspekte des Kulturzerfalls
in den siebziger Jahren. Darmstadt (Sammlung Luchterhand
324) 1981; darin "Vaterspuren" S. 29-52.
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