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Sigfrid Gauch: Gegenlichter. Gedichte. Verlag Brandes & Apsel. Frankfurt am Main 2005. 104 S., 14 €. ISBN 3-86099-511-1

Inhalt

So sehr im Verborgenen stand die Lyrik Sigfrid Gauchs nie, obwohl sie sich doch neben den Romanen und Erzählungen im Gegenlicht befand. Dennoch war sie immer schon sichtbar und wurde neben dem Pfalzpreis für Literatur auch mit dem Förderpreis des Südwestfunks, dem Vorgänger des Peter-Huchel-Preises, ausgezeichnet.

Gauchs Dichtung beschäftigt sich mit dem im wahrsten Wortsinn Naheliegenden, mit den von ihm erkundeten Landschaften wie mit der Entwicklung und Entfaltung des eigenen Ichs. Diese fast körperlich zu fühlende Nähe ist aber immer nur der Beginn von ausgedehnten Spaziergängen in die äußeren und inneren Erlebensräume, die kritisch und mitunter schonungslos ausgeleuchtet werden. Gauchs lyrische Mitteilungen sind dabei oft Mitt-Teilungen und offenbaren weit mehr, als die Schranken und Masken anderer erkennen lassen. Mit dem Eintauchen in die Vergangenheit hebt er die Grenzen zwischen Bewusstem und Unbewusstem auf und nimmt uns mit in eine imaginäre Welt. Dort aber entdecken wir mit ihm auch Körperlandschaften, die voller Zärtlichkeit sind und selbst in scheinbarer Vergeblichkeit neue Wege und Auswege finden - als Blendschutz bei zu starken Gegenlichtern.

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